Olympische Spiele Seoul 1988

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2nd Qualifyer

Beschreibung Hindernisse

Seoul Wall

1 Seoul-Mauer
Wie beifast allen großen Städten dieser Weit ist auch um Seoul in früheren Jahrhunderteneine Stadtmauer
gebaut worden. ln alten Zeiten hieß Seoul “Hanyang”, und die Stadtmauer um Hanyang war 16 km
lang. Sie besaß vier Haupttore, und das hierfür dieses Hindernis benutzte Motiv ist das Südtor. Während
üblicherweise Mauern im Springreiten gerade gebaut werden, habe ich die Seoui-Mauer in Bogenform
entworfen , die dadurch größere Schwierigkeiten beim Anreiten hervorruft.
Korea hat wichtige alte Bauten in einer Liste von “Nationalschätzen” aufgelistet, und dieses Südtor ist
der Nationalschatz Nr. 1 .

Wave fence

2 Wellenzaun
Manche Gärten sind mit Zäunen umgeben, die eine besondere Form, nämlich die Wellenform haben.
Diese Form ist besonders attraktiv und unterscheidet sich in ihrer Oberlinie von den gerade darüberhängenden
Stangen. Für die Pferde ist dieses Hindernis von seiner Optik schwierig, da der Zaun ohne
Kontraste in einem dunklen Blau gehalten ist und die Stangen luftig darüber angebracht sind.

Korean lantern

3 Koreanische Laterne
Wenn man Nachbarn besuchen oder zusammen spazieren gehen wollte, wurden abends Laternen an
einem kurzen Stock befestigt, und mit diesen Laternen konnte man sich in der Dunkelheit bewegen.
Aber auch als Lichtquelle in der Häusern wurden diese Laternen eingesetzt.

Temple jump

4 Tempel-Sprung
ln alter Zeit gab es in Korea fast nur die buddhistische Religion. Buddhistische Tempel und auch die
Paläste und großen Häuser der reichen Leute wurden farbenfroh und mit Liebe zum Detail bemalt.
D1ese Farbmotive habe ich in den Tempelsprung übernommen, und die in diesem Sprung benutzten
Stangen und Planken sind kleine bemalt Kunstwerke.

Bridge

5 Brücke im Kaiserpalast
Im alten Kaiserpalast in Seoul befindet sich unter malerischen alten Bäumen ein künstlicher See. Dieser
wird von einer Brücke überquert, auf der der Kaiser mit seinem Hofstaat promenierte. Die kleinen Pfeiler
am Geländer sind mit Lotussymbolen verziert, und diese Brücke ist das Motiv für einen großen breiten
Oxer.

Hong sal moon

6 Hang Sal Moon (Rote Stab-Tür)
Bevor man einen großen Tempel betritt, schreitet man in ca. 50 m Abstand unter “Hong Sal Moon”
durch. Dies sind rote Stäbe, die über dem Weg zum Tempel hängen.
ln diesem Hindernis sind sie deutlich als Mittelteil zu erkennen und genau im gleichen Design wie vor
den Tempeln wiedergegeben.

totem-pole

7 Totempfähle
Wenn man ein altes koreanisches Dorf betrat, so war an beiden Seiten der Straße je ein Totempfahl
aufgebaut, der alles Böse von diesem Dorf fernhalten sollte. Der größere der beiden Totempfähle repräsentierte
den Mann und den Himmel, die kleinere Figur bedeutet Frau und Erde. Dieses ist auch als
Inschrift auf den hier als Hindernisteil verwendeten Figuren zu lesen.

Wave planks

8a Wellen-Planken
Üblicherweise sind Planken gerade. Ich wollte bei diesem Sprung durch die Form der Planken, nämlich
die Wellenform, mehr Bewegung in die Optik dieses Sprunges bringen. Diese Wellenform ist deutlich
schwieriger zu überspringen als eine gerade Planke, da sich in der Mitte des Hindernisses eine
Wölbung nach oben befindet.

palace gate

9 Schloßgatter
Nicht nur im Kaiserpalast in Seoul gibt es dieses typisch koreanische Tor. Viele Häuser und Fenster
sind mit solchen Gattern versehen. Auch die Löwen und Ornamente auf den Säulen sind Motive aus
dem Kaiserpalast und drücken Kraft und Stärke aus.

china window
10 China-Fenster
Auf einem chinesischen Bild sah ich eine gewaltige Wand, unterbrochen von ovalen Fenstern. Unter
diesen Fenstern standen große, bauchige Wasserbehälter, und aus diesem “Stilleben” ist die Idee für
den Sprung “China-Fenster” entstanden. Die bauchigen Wasserbehälter habe ich als Ornamente auf
die Pfeiler gesetzt.

old waterwheel

11 a Altes Wasserrad
Auch in Korea wurde seit alters her die Kraft der Flüsse über Wasserräder für den Menschen nützlich
gemacht. Dieser Sprung zeigt, wie das Wasser von der einen Seite über zwei Wasserrinnen zur anderen
Seite des Wasserrades fließt.

dorean garden-house

11 b Koreanisches Gartenhaus
Koreanische Sommer sind sehr heiß. Diese Gartenhäuser standen meistens in Obstgärten, und im
Sommer übernachteten ein oder zwei Wächter in diesen Häusern, um das Obst vor nächtlichen Dieben
zu schützen.

Bridge wall

12 Brückenmauer
Ein Motiv, das weltweit anzutreffen ist. Flüsse werden mit Hilfe von Steinbrücken überwunden. Die hier
gezeigte Form eignet sich besonders dann, wenn ein Hindernis mit einem relativ massiven Fuß gebaut
werden soll. Ein solches Hindernis mit einer stark ausgeprägten Grundlinie kann von Pferden und Reitern
gut taxiert werden.

olympic jump

13 Olympiasprung
Das Olympiazeichen für 1 988 weist drei Wirbel auf, die die Harmonie von Himmel, Erde und Menschheit
symbolisieren sollen. Die Bewegung im Zeichen steht für die Weiterentwicklung des Friedens durch die
Verwirklichung der olympischen Ideale, und sie soll außerdem das Zustandekommen der Völker der
ganzen Weit alle vier Jahre zu den Olympischen Spielen darstellen.
Aus diesem Grund ist der Olympia-Sprung gebaut worden, der durch seine Form- fehlende Grundlinie
bereitet beim Anreiten den Pferden Schwierigkeiten, genau zu taxieren- eine besondere Aufgabe innerhalb
des Parcours darstellt.

Olympic Games Seoul 1988

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2nd Qualifyer

2nd Qualifyer

Fences Description

Seoul Wall

1 Seoul Wall
As in almost every big town in this world a town wall has also been built round Seoul in former centuries.
ln former times Seoul was called “Hanyang” and the town wall round Hanyang was 16 km in length.
lt had four main gates and the motive used here for this obstacle is the south gate. Although generally
walls for jumping are built in a straight line I have designed the Seoul wall like a curve, which presents
more difficulties when riding against.
Korea has enumerated important old buildings in a Iist of “National Treasures” and this south gate is the
national treasure no 1 .

Wave fence

2 Wave Fence
Some gardens are surrounded by fences which have a special form, namely the wave-like form . This
form is especially attractive and differs in its upperline from the poles which are hanging horizontally
above it. For the horses this jump is difficult from its optics, because the fence is dark-blue without
cantrast and the poles are put lightly above.

Korean lantern

3 Korean lantern
lf you wanted to visit neighbours or to go tagether in the evenings for a walk, lanterns were fixed at a
shortstick and with these lanterns could move in the dark. Furthermore of these lanterns were also used
within the houses as a source of light.

 

Temple jump

4 Temple Jump
ln the old days there was almost only the Buddhistic religion in Korea. Buddhistic temples and also the
palaces and the large houses of the rich people were painted with gaily colours and with much Iove for
details. ln the temple jump I have taken over these motives of colour, and the poles and planks used
for this obstacle are little works of art which are painted.

Bridge

5 Bridge in the Emperor’s Palace
ln the old emperor’s palace in Seoul there is an artificial lake under picturesque old trees. This is crossed
by a bridge on which the emperor and his court used to take a walk. The little columns of the parapet
are adorned with Iotus symbols and this bridge is the motive for a !arge and wide oxer.

Hong sal moon

6 Hang Sal Moon (red bar door)
Before entering a big temple you have to pass under “Hong Sal Moon” with a distance of approximately
50 m. These are red bars hanging above the way to the temple. They can clearly be recognized as the
middle part of this obstacle and exactly with the same design as that in front of the temple.

totem-pole

7 Totem-Pole
lf you set foot in an old Korean village there was at both sides of the street a totem-pole, which ougth
to prevent this village from the evil. The biggest of the two totem-poles represented man and heaven,
the smaller figure represents woman and earth. This can also be read an the inscription on the figures
used here as apart of the obstacle.

Wave planks

8b Wave-Planks
Usually planks are upright. At this jump I wanted to bring more movement in the optics through the
form of the planks, namely the wave-like form. This wave-like form is much more difficult to jump
over as an upright plank, because there is an upward corve in th middle of the obstacle.

palace gate

9 Palace Gate
Not only in the emperor’s palace in Seoul does this typical Korean gate exist. Many houses and windows
have such gates. The lions and the ornaments on the columns arealso motives from the emperor’s
palace and express power and strength.

china window

10 China Window
On a Chinese picture I saw an immense wall, cut by oval windows. Under these windows there were
big bulging water tanks, and the idea for the jump “China-Window” arose from this “quiet life” . I have
put the bulging water tanks as ornaments on the columns.

old waterwheel

11 a Old Waterwheel
For ages also in Korea the power of the rivers has been used by men by means of waterwheels. This
jump shows how the water flows from the one side of the waterwheel to the other side, via two gutters.

dorean garden-house

11b Korean Garden-house
Korean summers are very hot. These Garden-houses were generally situated in orchards and in summer
one or two guardians slept in these houses to protect the fruit from nocturnal burglars.

Bridge wall
12 Bridge-Wall

A motive which can be found allover the world. Rivers are crossed via stone-bridges. The form shown
here is especially suitable for obstacles which have to be built with a relatively massive base. Such an
obstacle with a very clearly marked baseline can easily be taxed by horses and riders.

olympic jump

13 Olympic Jump
The Olympic sign has three whirls, which ought to symbolize the harmony between heaven, earth and
humanity. The movement in the sign stands for the further development of peace trough the realization
of the Olympic ideals, and it also represents the meeting of the nations from all the world every four
years at the Olympic Games.
For this reason the Olympic jump has been built, which represents a special task within the course,
because of its form – the lacking of a baseline presents difficulties for the horses to tax exactly when
riding against.